3 Dinge, die Startups aus ganz Deutschland von Bremen lernen können
    Ob das Zitat tatsächlich von Goethe stammt steht nicht fest. Wie bei der Erfindung der Elektrizität, des ersten Rechners, oder des ersten Autos wird diese Weisheit einigen Menschen zugeschrieben. Wie auch immer das sein mag, es stimmt.

    Für uns Gründer, sind Startups wie Kinder, wir bringen sie zur Welt, helfen ihnen beim Wachsen und hoffen, mal auf sie richtig stolz zu werden. Und damit dies wahr wird, brauchen unsere Startups auch Wurzeln und Flügel.
    „Zwei Dinge sollten Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel." Ob das Zitat tatsächlich von Goethe stammt steht nicht fest. Wie bei der Erfindung der Elektrizität, des ersten Rechners, oder des ersten Autos wird diese Weisheit einigen Menschen zugeschrieben. Wie auch immer das sein mag, es stimmt.

    Für uns Gründer, sind Startups wie Kinder, wir bringen sie zur Welt, helfen ihnen beim Wachsen und hoffen, mal auf sie richtig stolz zu werden. Und damit dies wahr wird, brauchen unsere Startups auch Wurzeln und Flügel.

    So ist dies auch für die jungen Unternehmer aus aller Welt, die ich dieses Wochenende während der Jacobs Startup Competition in Bremen kennengelernt habe. Nach einem inspirierenden Tag mit ihnen machte ich einen Spaziergang durch die Altstadt und stolperte über drei Wurzeln, die Startups aus ganz Deutschland von Bremen lernen können.

    Wurzel #1 „Guten und Binnen, Wagen und Winnen" Wer schon mal in Bremen war, weiß wie märchenhaft die Altstadt erscheint - mit ihren dunklen Backsteinen, die an Zeiten erinnern, als Schiffe und Kontore, Software und Startups, vorausgingen. Mitten auf dem Marktplatz, gleich gegenüber dem Rathaus, steht in Bremen der „Schütting". Der Schütting wurde als Haus der Kaufleute benutzt.

    Woher das Wort stammt und was es bedeutet, weiß man nicht so genau. Das Wort Schütting hatte angeblich was mit Steuern-Ausschüttungen zu tun. Das Gebäude wurde nämlich von den Bremer Kaufleuten errichtet. Diese forderten gewisse wirtschaftliche Macht an, und zogen gleich gegenüber dort ein, wo die Mächtigen der Stadt die Entscheidungen trafen. Über dem Eingang des Gebäudes steht gut sichtbar in goldenen Buchstaben ihr Leitspruch: Guten und Binnen, Wagen und Winnen. Übersetzt heißt das: „draußen und drinnen, wagen und gewinnen".

    Wurzel #2 „manet altera reo" Das Rathaus von Bremen selbst ist ein kulturhistorisches Gebäude und wurde 2004 in die UNESCO Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Es ist bemerkenswert gut erhalten und lohnenswert, nicht nur von außen, sondern auch von innen. Besucht man die obere Rathaushalle, so wird man nicht nur Holzschnitzereien, Ölgemälde und Goldtapeten im Überfluss finden, sondern auch mahnende Worte. Diese sollten die Ratsherren bei Beratungen zur Vernunft bringen. Eine davon, „manet altera reo", bedeutet übersetzt „Höre die andere Seite".

    Wurzel #3 Die Bremer Stadtmusikanten Nicht zuletzt fällt erwartungsgemäß auf - die Geschichte der Bremer Stadtmusikanten. Diese handelt von vier vernachlässigten Haustieren, die in die Welt zogen, um in Bremen ihr Glück zu suchen. Auf dem Weg dorthin haben sie durch Zusammenhalt und Mut, den gesamten Schatz einer Räuberbande ergattert.

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    Wenn wir heute von Startups sprechen, meinen wir Software-getriebene Innovationen, die ein hohes Wachstumspotenzial durch variable Kosten und Netzwerkeffekte versprechen. Und auch wenn die Art des sog. Technologie-Unternehmertums gerade unsere Nachrichten und Hoffnungen prägt, ist sie gerade mal etwa ein Viertel Jahrhundert jung.

    Die Geschichte des Unternehmertums ist jedoch so alt wie die der Menschen. Angefangen hat sie mit dem „Barter", mit dem Austausch von Gütern und Diensten. Mit der Erfindung des Geldes entstand der „Handel". Mit dem technologischen Fortschritt mechanisierten und automatisierten wir die Produktion, teilten die Arbeit auf und globalisierten die Geschäfte.

    Und auch wenn jede Ära ihre eigenen Unternehmer hatte, haben sie alle einiges gemeinsam: den Mut, Neues zu wagen; die Offenheit für andere Meinungen; und den Willen, tatsächlich aufzubrechen. Diese haben von jeher unsere Gesellschaft vorangebracht und werden es weiterhin tun. Deswegen lohnt es sich von der Gesichte mit ihrem langen Atem zu lernen. Diese lehrt uns, unsere Wurzeln zu finden, um fliegen zu lernen.
    MARCH, 17 / 2019

    Text author: Tina Ruseva
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